Einen Steuerberater wechselt man nicht leichtfertig. Manchmal aber zu spät.
Wenn Sie schon länger überlegen, ob es woanders besser läuft: Der Wechsel ist unkomplizierter, als die meisten denken. Wir übernehmen den größten Teil davon.
Die meisten warten zu lange. Aus Anstand.
Es gibt gute Gründe, bei einem Steuerberater zu bleiben. Man kennt sich seit Jahren. Er hat den Betrieb mit aufgebaut. Die Zusammenarbeit war lange gut. Vielleicht war er sogar der Steuerberater des Vaters.
Und dann verändert sich etwas. Der Betrieb wächst, die Kanzlei wächst mit – aber in eine andere Richtung. Anrufe dauern länger. Man spricht nicht mehr mit dem Berater, sondern mit wechselnden Mitarbeitern. Der Abschluss kommt später als früher. Fragen werden beantwortet, aber nicht mehr wirklich besprochen.
Nichts davon ist ein Skandal. Es ist meistens nicht einmal jemandes Schuld. Betriebe entwickeln sich, Kanzleien auch, und irgendwann passt es einfach nicht mehr zusammen.
Das ist ein legitimer Grund zu gehen. Sie schulden niemandem eine Rechtfertigung – uns am wenigsten.
Woran man es merkt
Sie erreichen niemanden.
Rückrufe dauern Tage. Bei Fragen, die eigentlich in fünf Minuten geklärt wären.
Sie sprechen jedes Mal mit jemand anderem.
Und erklären jedes Mal wieder von vorne, wie Ihr Betrieb funktioniert.
Der Abschluss kommt spät.
So spät, dass Sie Entscheidungen treffen mussten, ohne die Zahlen zu kennen.
Sie bekommen Ergebnisse, aber keine Einordnung.
Der Jahresabschluss liegt vor. Was er für das kommende Jahr bedeutet, steht nicht dabei.
Sie werden nicht gefragt, was Sie vorhaben.
Investitionen, Anschaffungen, Nachfolge – Themen, bei denen vorher jemand hätte mitdenken können.
Ihr Betrieb hat sich verändert, die Betreuung nicht.
Sie sind gewachsen, haben Mitarbeiter eingestellt oder eine Immobilie gekauft. Die Beratung ist die gleiche geblieben.
Es fühlt sich einfach nicht mehr richtig an.
Auch das ist ein Grund. Er muss nicht besser begründet sein.
Was die meisten vom Wechsel abhält
Vier Schritte.
Drei davon machen wir.
Schritt 1
Erstgespräch
Sie erzählen, wie es aktuell läuft und was Ihnen fehlt. Wir sagen, wie wir arbeiten würden. Unverbindlich, kostenfrei, rund eine Stunde. Danach entscheiden Sie in Ruhe.
Schritt 2
Ihre Kündigung
Der einzige Schritt, der bei Ihnen liegt. Kurzes Schreiben, keine Begründung nötig. Textvorschlag von uns, wenn Sie mögen.
Schritt 3
Übergabe
Wir nehmen Kontakt zur bisherigen Kanzlei auf, fordern Unterlagen und Daten an und übernehmen die Buchhaltung.
Schritt 4
Erste gemeinsame Wochen
Wir sehen uns an, was da ist, und melden uns, wenn uns etwas auffällt. Erfahrungsgemäß gibt es dabei fast immer ein bis zwei Punkte, über die es sich zu sprechen lohnt.
Was Sie dafür tun müssen: das Erstgespräch führen, ein Schreiben unterzeichnen und uns Zugang zu Ihren Unterlagen verschaffen. Der Rest liegt bei uns.
Wann Sie nicht wechseln sollten
Ein Abschnitt, den fast niemand hat – und der genau deshalb wirkt. Er beweist, dass hier nicht um jeden Preis akquiriert wird, und macht alles Vorherige glaubwürdiger.
Ehrlich gesagt: Manchmal lohnt sich der Wechsel nicht.
Wenn Sie mit Ihrem Steuerberater zufrieden sind und nur der Preis stört, ist ein Wechsel selten die Lösung. Die Vergütung richtet sich nach einer Gebührenverordnung – große Unterschiede sind da nicht zu erwarten.
Wenn es an einer einzelnen Sache hakt, ist ein offenes Gespräch mit Ihrer bisherigen Kanzlei oft der schnellere Weg. Vieles lässt sich klären, wenn es einmal ausgesprochen wird.
Und wenn Sie einen Berater brauchen, der auf ein sehr spezielles Feld spezialisiert ist – internationales Steuerrecht etwa oder bestimmte Konzernstrukturen –, dann sind wir möglicherweise nicht die Richtigen. Das sagen wir Ihnen dann im Erstgespräch.
Wechseln lohnt sich, wenn Ihnen etwas Grundsätzliches fehlt: Erreichbarkeit, Verständnis für Ihren Betrieb, jemand, der mitdenkt. Dann allerdings lohnt es sich wirklich.
Ein Gespräch ist noch keine Entscheidung.
Sie müssen nicht wissen, ob Sie wechseln wollen. Sie können erst einmal hören, wie es hier laufen würde – und danach in Ruhe überlegen.
